Die City-Vereinigung Junge Altstadt Winterthur, die Stadt Winterthur und House of Winterthur haben gemeinsam eine Absichtserklärung für den Aufbau eines City-Managements in der Altstadt verabschiedet. Dieses soll die positive Entwicklung der Altstadt unterstützen, Akteur:innen vernetzen und die Attraktivität des Stadtzentrums stärken. Das Projekt wird im Rahmen eines dreijährigen Pilotversuchs umgesetzt.
Die Winterthurer Altstadt ist von zentraler Bedeutung für Detailhandel, Gastronomie, Kultur, Wohnen und Begegnung und prägt das Image der Stadt und des Standorts Winterthur weit über die Region hinaus. Gleichzeitig stehen Innenstädte unter Druck. Veränderte Konsumgewohnheiten, zunehmender Onlinehandel und die Nachfrage nach dynamischen Detailhandels- und Gastrokonzepten erfordern professionelle Koordination. Mit dem Pilotprojekt «City-Management» soll diesen Entwicklungen durch ein gezieltes Leerstands- und Flächenmanagement, das Fördern von Zwischennutzungen und Pop-ups, eine bessere Koordination und Vernetzung sowie durch Marketingmassnahmen begegnet werden.
Schlanke Struktur und gemeinsame Finanzierung
Vorgesehen ist die Schaffung einer City-Management-Funktion mit einem Pensum von rund 50 Prozent. Die Stelle ist operativ bei der Jungen Altstadt angesiedelt. Die drei Partner:innen, die City-Vereinigung Junge Altstadt, die Stadt Winterthur und House of Winterthur, stellen gemeinsam eine Grundfinanzierung von jährlich CHF 86’000 für das Pilotprojekt sicher und bringen ergänzende Leistungen ein. Ziel ist es, im Verlauf des Pilotprojekts zusätzliche private Partner:innen einzubinden.
Pilotprojekt mit strategischer Bedeutung
Auf Seiten der Stadt liegt die Federführung beim Amt für Stadtentwicklung. Angesichts der grossen Bedeutung der Altstadt für die Wahrnehmung Winterthurs ist das Engagement Teil der Standortförderung für die Wirtschaftsregion und unterstützt unmittelbar die Ziele der kürzlich verabschiedeten städtischen Wirtschaftsstrategie. Das City-Management ist als Pilotversuch auf drei Jahre angelegt mit Start voraussichtlich im Jahr 2027. Während der Pilotphase werden Erfahrungen gesammelt und die Wirkung der Massnahmen überprüft. Dabei wird auch der Austausch mit anderen Städten, die bereits ein City-Management etabliert haben, wichtig sein.